Den Begriff „Odyssee“ verbindet man in erster Linie mit der Geschichte des griechischen Königs Odysseus, der auf seiner Heimfahrt von Troja nach Ithaka zahlreiche Gefahren überstehen und Prüfungen meistern musste. Eine Odyssee meint also sowohl eine lange Reise voller Abenteuer als auch eine Reihe von Erfahrungen, die jemandem Wissen oder Verständnis vermitteln. 

So gesehen ist die Odyssee ein passendes Bild für die Reise des Vokalensembles MUSA, das in der Saison 2025/26 sein 20-jähriges Bestehen feiert, aber auch für die musikalische Reise durch verschiedene Stile, Epochen und Themen, die sich im Konzertprogramm widerspiegelt. 

Rund 50 Projekte, die bekannte und weniger bekannte Werke umfassten, von Alter Musik bis hin zu brandneuen Kompositionen, absolvierte MUSA in den letzten 20 Jahren. Sie führten das Ensemble in intime Kirchen und renommierte Konzerthäuser, zusammen mit Solisten, Komponisten, Dirigenten, Ensembles und Orchestern. MUSA trotzte Schneestürmen, Hitzewellen und einer Pandemie und reifte durch die Zeit. So war die Reise nicht nur inspirierend und aufregend, sondern auch prägend, denn aus der jungen Gruppe wurde ein reifer Chor. 

Die Reise des Vokalensembles Kulturgarten begann direkt während der Pandemie, um sich der Klassifizierung von Kultur als „nicht systemrelevant“ entgegenzustellen. Aus diesem anfangs noch improvisierten und hemdsärmeligen Aufbegehren wurde ein engagierter und ehrgeiziger Projektchor, der sich in der Regensburger Chorlandschaft inzwischen einen Namen gemacht hat und mit viel Herzblut und Offenheit für innovative Ideen seine Musik darbietet. 

Die A-cappella-Programme der beiden Ensembles zeichnen sich u. a. durch die musikalische Vielfalt der Stücke aus. Der Kulturgarten reist in zahleichen Sprachen von der Gegenwart in die englische Renaissance, MUSA präsentiert Lieblingsstücke aus den letzten 20 Jahren, aber auch Werke, die neu im Repertoire sind, darunter eine Auftragskomposition von Frieda Gustavs. . 

 

 

Abschlusskonzert MA Chorleitung an der HfM Nürnberg, Klasse Prof. Peter Dijkstra


17. Juni 2026, 19.30 Uhr

St. Bonifaz, Regensburg


Ensembles: Vokalensemble Kulturgarten, Vokalensemble Doce+, Vokalensemble Voxis, Kammerchor Incanto Corale

Leitung: Daniel Toledo Guillén


Das Konzert entführt auf eine faszinierende musikalische Reise, die Epochen und Stile miteinander verbindet. Das Programm reicht von den revolutionären Klängen Claudio Monteverdis über die tiefgründigen Werke Max Regers und die lateinamerikanischen Farben Leo Brouwers bis hin zu packenden zeitgenössischen Kompositionen.

Ein besonderes Merkmal des Konzerts ist die Integration neuer Kompositionen, die eine Brücke zwischen den verschiedenen musikalischen Richtungen der Vergangenheit schlagen. Diese zeitgenössischen Werke treten in einen Dialog mit den älteren Stücken und zeigen auf, wie zeitlose Themen und musikalische Ideen sich über Jahrhunderte hinweg entwickeln und neu interpretiert werden können. Dabei wird der gesamte Klangraum durch die unverkennbare Präsenz historischer Musikinstrumente bereichert, die nicht nur die Gesangsstücke begleiten, sondern auch in eigenen, solistischen Passagen glänzen.

Eintritt frei, Spenden sind willkommen 

„Via Crucis“ heißt das Werk von Franz Liszt, das diesem Konzert seinen Namen gibt. Es ist eins der radikalsten und „modernsten“ Werke, die Liszt geschrieben hat, komponiert für Solisten, Chor und Klavier bzw. Orgel und unterteilt in 14 Stationen, die auf höchst poetische Weise die Passion Christi erzählen – eine musikalische Kreuzwegdarstellung, die einzigartig in der Musikliteratur ist.

 

Die meiste Zeit von Liszts Schaffen zeichnet sich durch eine extrem extrovertierte, großspurige und virtuose Ästhetik aus, die in seinen (vornehmlich geistlichen) Spätwerken in eine völlig neue musikalische Sprache mündet, die von Reflexion, Ökonomie der Mittel und Intensität geprägt ist. All dies formt einen neuen Stil in seiner Musik, der vor allem im Bereich der Harmonik das Experimentieren fördert, wodurch diese Stücke fast schon zu Werken des nächsten, also des 20. Jahrhunderts werden. 

 

Neben „Via Crucis“ erklingen ein weiteres Klavierstück von Liszt, zwei Motette von Mendelssohn und zwei Uraufführungen von Daniel Toledo Guillén, komponiert für Bariton (Marlo Honselmann) und Klavier sowie nur für Klavier, gespielt von Moisés Santiesteban Pupo. 

Das Projekt wird dankenswerterweise gefördert von der Regensburger Kulturstiftung der REWAG. 

 

Zwischen Weihnachten und Neujahr herrscht immer eine besondere Stimmung: Mit dem alten Jahr hat man eigentlich schon abgeschlossen, das nächste lässt aber noch ein wenig auf sich warten. Es ist eine Zeit des Übergangs, in der man Gelegenheit hat, noch einmal innezuhalten, Revue passieren zu lassen und sich auf Neues zu freuen. 

Das Vokalensemble Kulturgarten unter der Leitung von Daniel Toledo Guillén lädt mit Stücken u.a. von Schein, Duruflé, Mendelssohn und Pärt dazu ein, diese „Zwischenzeit“ musikalisch zu erleben. Dabei finden Perspektivwechsel statt zwischen alter und zeitgenössischer sowie geistlicher und weltlicher Musik. Immer geht es dabei auch um existenzielle Themen wie den Wunsch nach Vergebung und Barmherzigkeit, Schutz und Geborgenheit, Freude und Liebe sowie letztlich die Sehnsucht nach (innerem) Frieden. 

Franziska Kiesel und Karen Hernández Aguilera setzen mit Violine und Orgel eigene Akzente zwischen den Chorstücken. 

Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.

Herzliche Einladung zur Mittagsmusik am 8. November mit dem Vokalensemble Kulturgarten!


Die Kantate „Nach dir, Herr, verlanget mich“ ist eine der ältesten erhaltenen Kantaten Bachs. Der Text der insgesamt sieben Sätze basiert auf Psalm 25. Eine textliche Beziehung zur Liturgie des Kirchenjahres fehlt, eventuell wurde sie für einen Beichtgottesdienst komponiert. 
Textaussage, Musik und Tempi korrespondieren hier so anschaulich miteinander, dass man das Flehen und Sehnen, das Trotzen der Feinde und anderer Widrigkeiten, das Hoffen und Vertrauen auf Gottes Güte und Wort als Zuhörender direkt erlebt. 

Die Stimmung der ersten beiden Sätze der Kantate quasi vorwegnehmend erklingt zunächst allerdings eine moderne Chorimprovisation von Steven Heelein mit dem Bußpsalm „Miserere (mei), Deus“ (Gott, sei mir gnädig). Im Schlussstück „Da pacem Domine“ (Gib uns Frieden, Herr) von Arvo Pärt wird thematisch sowohl das „Ich hoffe auf dich“ des 2. Satzes wieder aufgegriffen als auch die Zuversicht in Gottes Hilfe der Sätze 6 und 7 („Denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen“ und „Christus, der uns steht zur Seite, hilft mir täglich sieghaft streiten“) weitergeführt. 

Die Einrahmung der barocken Kantate mit zeitgenössischen Stücken soll die Überzeitlichkeit des Wunsches nach einer göttlichen Kraft, die Stabilität und Orientierung gibt, sowie die ebenfalls zeitlose Sehnsucht nach (innerem) Frieden vor Augen führen. Der Programmtitel „Ich hoffe auf dich“ ist eine Aufforderung an jeden und jede von uns, aber zugleich auch ein Ausdruck des Vertrauens, sich auf sein Gegenüber verlassen zu können. 




Das Vokalensemble Kulturgarten goes Brixen! Vom 16.-18. Mai ging es in die Regensburger Partnerstadt. Am Samstag veranstaltete der Chor ein Konzert in der wunderschönen Seminarkirche des Priesterseminars Brixen mit Werken u.a. von Palestrina, Bruckner, Reger, MacDonald und Nystedt. Am Sonntag haben wir den Gottesdienst im Dom zu Brixen mit unserem Gesang bereichert.
Als besondere Gäste durften wir von der Dachterrasse des Rathauses einen grandiosen Blick über Brixen genießen. 


Das beeindruckende Priesterseminar, unser Domizil an dem Wochenende

Zufriedene Gesichter nach unserem Konzert in der barocken Kirche des Priesterseminars

Unser kleiner Empfang im Rathaus


Ein ganz großer Dank an die unermüdliche Stadträtin Bettina Kerer und den Domkapellmeister Andrea Tasser für eure Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Wir kommen gerne wieder!


Am Sonntagmorgen ging es schon recht früh in den Dom, wo wir von oben auf der Orgelempore den Gottesdienst mitgestaltet haben.

Hier geht es zu den Videos von unserem Konzert Ende Dezember 

"Zwischen-Zeiten"